Einführung des CBAM ab 2026

Mit der Einführung des CBAM, dem sogenannten Carbon Border Adjustment Mechanism oder CO₂-Grenzausgleich, schafft die Europäische Union ab dem 1. Januar 2026 eine CO₂-Abgabe auf Importe von Edelstahl und Aluminium.
Ziel dieser Regelung ist es, die bei der Produktion entstehenden Emissionen auch bei Importen zu berücksichtigen und damit die Wettbewerbsbedingungen zwischen in der EU hergestellten
Produkten und Importwaren anzugleichen.
Was bedeutet das konkret?
Für das Jahr 2026 wird ein spürbarer Anstieg der Importkosten erwartet. Die endgültige Höhe der zusätzlichen Belastung wird jedoch erst im Jahr 2027 feststehen, sobald die tatsächlichen Emissionswerte der jeweiligen Werke ermittelt und bewertet wurden. Aktuell liegen noch keine verbindlichen Standardwerte für die Berechnung vor, sodass derzeit lediglich Schätzungen möglich sind.
Einflussfaktoren auf die CO₂-Abgabe:
• der jeweilige Produkttyp, die von der EU festgelegten Referenzwerte für CO₂-Emissionen
• länderspezifische Default-Werte
• werksspezifische Emissionsdaten
• der jeweils gültige Preis für CO₂-Zertifikate.
In einem ungünstigen Szenario könnten dadurch Mehrkosten von bis zu 500 Euro pro Tonne entstehen.

Kurz zusammengefasst:

· CBAM gilt ab 01.01.2026

· Ziel: Angleichung der CO2-Kosten

· Auswirkung: Erhöhung der Importkosten für Stahl und Aluminium

· Konkrete Belastung ist erst 2027 final berechenbar

Neben dem CBAM stehen auch Änderungen im bestehenden Quotensystem für Stahlimporte bevor.

Die derzeit gültigen Importkontingente für Edelstahlrohre und Edelstahl-Langprodukte aus Nicht-EU-Ländern laufen zum 30. Juni 2026 aus.
Im Rahmen der Neuregelung ist eine Halbierung des bisherigen Kontingentvolumens vorgesehen.
Zudem soll bei Überschreitung der Quote der Zusatzzoll von bislang 25 Prozent auf bis zu 50 Prozent steigen.

Für einzelne Produkte, etwa importierten Stabstahl aus Indien, könnte sich der effektive Zollsatz dadurch von durchschnittlich rund 8 Prozent auf etwa 20 Prozent erhöhen. Erwartet werden steigende Materialpreise, geringere Verfügbarkeit und längere Lieferzeiten.

Ziel der Maßnahmen ist es, die europäische Stahlindustrie zu stärken und die Abhängigkeit von Drittländern zu reduzieren. Welche konkreten Auswirkungen sich daraus langfristig ergeben, bleibt abzuwarten.

Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Lagerbestände frühzeitig erhöht, um Ihnen weiterhin Planungssicherheit und Lieferfähigkeit gewährleisten zu können.

Kurz zusammengefasst:

· Importkontingente laufen am 30.06.2026 aus

· Geplant: Halbierung der Quoten

· Zusatzzoll bei Überschreitung bis zu 50 %

· Erwartet: höhere Preise und geringere Verfügbarkeit

· Unsere Maßnahme: strategischer Lageraufbau

Ausbildungs- & Praktikumsplätze

Als Auszubildende/r zum Behälter- und Apparatebauer (m/w/d) stellst du Edelstahlbehälter, -apparate und -systeme für Industrieanlagen, z. B. in der Nahrungsmittel- Getränke­oder Pharmaindustrie, her.

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