Edelstahl ist eine korrosionsbeständige Legierung aus Eisen, Chrom, Nickel und oft auch Molybdän. Er zählt zu den wichtigsten Werkstoffen in Industrie, Handwerk und Alltag. Besonders weitverbreitet sind die Edelstahlsorten V2A und V4A. In diesem Beitrag erklären wir die Unterschiede, Eigenschaften und Einsatzbereiche dieser beiden Edelstahlarten.
Die Abkürzung V2A steht für „Versuch 2 Austenit“ und bezeichnet historisch einen der ersten rostfreien Edelstähle. Umgangssprachlich wird er gerne als Überbegriff verwendet.
V4A steht für „Versuch 4 Austenit“ und ist eine Weiterentwicklung von V2A mit höherer Korrosionsbeständigkeit.
Merkmal | V2A (1.4301) | V4A (1.4404) |
Beständigkeit | Gut beständig in normaler Umgebung | Gut beständig auch in aggressiven Umgebungen |
Legierungsbestandteile | Ca. 18% Chrom, 10% Nickel | Zusätzlich ca. 2% Molybdän |
Rohstoffpreis | Monatlich wechselnd, siehe Tabelle Legierungszuschläge | Ca. 30-70% teurer als V2A |
V2A und V4A Edelstahl zählen zu den am häufigsten eingesetzten nichtrostenden Stählen. Sie bieten eine hervorragende Kombination aus Festigkeit, Langlebigkeit und Korrosionsbeständigkeit. Wer auf Nummer sicher gehen will, greift zu V4A, insbesondere bei Kontakt mit Chemikalien, Salzwasser oder chlorhaltigem Wasser.